Veröffentlicht am 5. Februar 2026

Vielfalt kann man wählen!

Wahl.Lokal

Demokratie lebt von Vielfalt. Doch unser Stadtparlament spiegelt die Vielfalt unserer Stadt aktuell noch nicht wider: zu wenig Frauen, zu wenig junge Menschen, zu wenig Bürger*innen mit Migrationsgeschichte, zu wenig Gewählte mit einer Behinderung.

Diese Kandidierenden möchten mehr Vielfalt in Kassels Kommunalparlament bringen. Wir stellen sie vor:

Lea Arroyo Portillo, CDU, Liste 1 (Platz 15)

„Ich bin 27 Jahre alt, engagiere mich ehrenamtlich und spiele aktiv im Fußballverein. Beruflich arbeite ich als Sachbearbeiterin beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für ein Förderprogramm zur nachhaltigen Transformation der Kohleregionen. In Kassel möchte ich mich besonders für Nachhaltigkeit und Sport einsetzen und möchte in die Politik gehen, weil ich mich nicht länger nur über Politik ärgern, sondern selbst Verantwortung übernehmen und etwas verändern möchte.“

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Maximilian Bathon, CDU, Liste 1 (Platz 1)

Er ist Spitzenkandidat der CDU Kassel und Landtagsangeordneter. Der 35-Jährige Christdemokrat möchte die Stadt Kassel aktiv, verlässlich und mit Augenmaß mitgestalten. Ehrenamtlich ist der Präsident des Segelclub Fürstental. Bathon lebt in Philippinenhof Warteberg.

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Pilar Butte, Die Grünen, Liste 4 (Platz 1)

Ist Spitzenkandidatin der Kasseler Grünen und 37 Jahre alt. Sie ist Gastronomin und Inhaberin und stammt von einer Reihe mexikanischer Frauen ab, die alle selbstständig gewesen sind. Sie möchte Themen wie soziale Teilhabe, nachhaltige Wirtschaft und sozialen Wohnungsbau stärken.

Alisare Dahere, CDU, Liste 1 (Platz 5)

Alisare Dahere, 32 Jahre alt, geboren in Riga (Lettland), ist stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Kassel und Kreisvorsitzende der Frauen Union Kassel. Beruflich ist sie im Bereich Marketing und Kommunikation tätig und setzt sich im politischen Betrieb unter anderem für eine lebendige Innenstadt ein. Sie lebt im Stadtteil Wesertor und ist in der Jungen Union aktiv.

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Alexander Grotov, CDU, Liste 1 (Platz 4)

Der 40jährige ist Mitglied des Staatsorchesters Kassel. Seine politischen Schwerpunkte liegen damit im Bereich Stadtentwicklung, Mobilität und Verkehr.  Grotov lebt mit seiner Familie in Harleshausen.

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Mustafa Gündar, Die Grünen, Liste 4 (Platz 2)

Ist Spitzenkandidat der Kasseler Grünen und Sozialpädagoge. Der leidenschaftliche Fußballer ist Mitbegründer von Streetbolzer e.V. Für ihn ist Fußball der Königsweg für Integration. Dort können Freundschaften über viele Kulturen hinweg geschlossen werden. Er setzt sich für Chancengleichheit, Teilhabe und soziale Gerechtigkeit ein.

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Dr. Ron-Hendrik Hechelmann, SPD, Liste 3 (Platz 8)

Ron-Hendrik Hechelmann ist ein Arbeiterkind und ist der erste seiner Familie, der promoviert hat. Er ist Ingenieur, Gründer und Gewinner der Rutschmeisterschaft in Deutschland. Er lebt mit seiner Familie in Kirchditmold.

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Ramona Kopec, SPD, Liste 4 (Platz 6)

Die 42jährige Redakteurin ist mit drei Jahren gemeinsam mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen. In Kassel setzt sich für eine breite Kulturlandschaft, einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr und bezahlbaren Wohnraum ein. Sie lebt mit ihrer Familie in Wilhelmshöhe.

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Christian Bruno Kłobuczyński, Freie Wähler, Liste 7 (Platz 1)

Kandidiert für die Freien Wähler. Kłobuczyński  ist interessiert an der Kultur der mitteleuropäischen Länder und setze mich für Bürger dieser Länder ein. In der weitläufigen Familie wird noch heute deutsch, polnisch und südermländisch gesprochen. Letzteres ist in die Liste der bedrohten Sprachen / immatrielles Kulturgut / der UN aufgenommen.

Kepiaya Prabaharan, SPD, Liste 3 (Platz 13)

Die 19-jährige Kasselerin war als offizielle Delegierte für Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York tätig und engagiert sich im Jugendbeirat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Prabaharan setzt sich für eine Stadt ein, in der Vielfalt als Stärke gilt und niemand zurückgelassen wird. Aktuell absolviert sie ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kinder- und Jugendhilfe.

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Anna-Lena Pysall, SPD, Liste 3 (Platz 21)

Die Kandidatin der SPD Kassel ist 20 Jahre alt und Sprecherin des Vereins Hand in Hand für Zusammenhalt Kassel e.V. Die Studentin lebt in Harleshausen und ist Sozialdemokratin in dritter Generation. Pysall liegt vor allem Sozialpolitik am Herzen.

Amina Noureddine, Die Grünen, Liste 4 (Platz 19)

Noureddine ist 36 Jahre alt und ist Politikwissenschaftlerin und Moderatorin für Kinder- und Jugend-Beteiligungsprozesse und schließt sie gerade ihre Ausbildung zur Diversity-Trainerin ab. Außerdem macht sie ein Fernstudium für Organisationsentwicklung. Sie kandidiert als Kandidatin der Grünen.

Orry Mittenmayer, SPD, Liste 3 (Platz 4)

Ist Autor und Aktivist und studiert an der Universität Kassel. Mit seinem Buch „Aus-geliefert“ beschreibt er seine Erfahrungen als Rider und kritisiert die prekären Arbeitsbedingungen in der Lieferdienstbranche. Mittenmayer hat sich aktiv für die Gewerkschaften eingesetzt und war Vorsitzender des ersten Betriebsrats des Lieferdienstes Deliveroo. Der 33-jährige Mittenmayer ist auf ein Cochlea-Implantats und Hörgerät angewiesen.

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Finja Müller, SPD, Liste 3 (Platz 3)

Die 25-jährige Kandidatin der SPD studiert an der Universität Kassel und stammt aus Fulda. Sie setzt sich für die Rechte queerer Menschen ein und hat sich aktiv bei der Organisation des CSDs in Fulda eingesetzt.

Ali Timtik, Die Linke, Liste 6 (Platz 8)

Der Gastronom kandidiert auf der Liste der Kasseler Linken uns ist Ortsvorsteher im Stadtteil Nord-Holland. Dort betreibt das Bistro „Bei Ali“. Timtik stammt aus der Türkei und hat Wurzeln in der Volksgruppe der Armenier und Bachtiaren. Vor 35 Jahren flüchtete er als nach Deutschland und wurde als politischer Flüchtling anerkannt.

Timo Scharf, Volt, Liste 12 Platz 1

„Ich bin Timo Scharf, Pflegefachkraft auf einer Intensivstation in Kassel und engagiere mich bei Volt für eine soziale, gerechte und vielfältige Stadt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig frühe Unterstützung, gute Bildung und verlässliche soziale Strukturen sind. Ich setze mich dafür ein, dass Kassel ein Ort ist, an dem niemand ausgegrenzt wird und alle die gleichen Chancen auf Teilhabe haben.“

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Atilla Sarikaya, Die Linke, Liste 6 (Platz 4)

Der 50-jährige Kandidat der Kasseler Linken ist schon lange politisch aktiv. In der Schülervertretung, im AStA der Uni Kassel, in der Gewerkschaftsarbeit. Sarikaya ist geprüfter Restaurantfachmann und Sohn kurdisch-alevitischer Gastarbeiter aus der Türkei.

Natalie Sperl, Die Grünen, Liste 4 (Platz 7)

„Ich bin Natalie, 25 Jahre alt, ehrenamtliche Stadtverordnete und angehende Landschaftsarchitektin. Freiräume prägen unseren Alltag und machen Städte lebenswert, deshalb setze ich mich für eine mutige, klimagerechte Stadtgestaltung ein, die Orte schafft, an denen Menschen zusammenkommen können. Politisch aktiv zu sein ist für mich keine Wahl, sondern Teil meiner Lebensrealität, denn Demokratie muss verteidigt werden und Vielfalt kann man wählen.“

 

Vanessa Schweikert, SPD, Liste 3 (Platz 27)

Die Kandidatin der SPD ist Wirtschaftsjuristin. Sie möchte sich für  faire Arbeitsbedingungen, starke Gewerkschaften, und eine Stadtentwicklung, die ein Kassel für alle schafft, einsetzen.

Yasemin Sönmez, Die Linke, Liste 6 (Platz 25)

“Vielfalt ist eine Stärke und braucht gleichzeitig Schutz. Aus meiner pädagogischen Arbeit weiß ich, dass Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen nur dann sicher zusammenleben und mitgestalten können, wenn es Unterstützung, passende Bedingungen und gemeinsame Lösungen gibt. Diese Haltung prägt meine Arbeit und genau dafür setze ich mich auch kommunal ein.”

 

Thevagar Mohanadhasan, SPD, Liste 3 (Platz 12)

Der Kandidat der SPD arbeitet neben seinem Studium der Philosophie und Volkswirtschaftslehre beim Deutschen Gewerkschaftsbund in Kassel. Er ist der Sohn tamilischer Bürgerkriegsflüchtlinge und ist in Kassel geboren.

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Zeinab Wehbi, FDP, Liste 5 (Platz 20)

Die Kandidatin der FDP lebt im Stadtteil Bettenhausen und studiert International Business Management. Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich der Bildungspolitik und sie möchte die Universität Kassel und Start-ups besser vernetzen.

Nach welchen Kriterien hat unsere Demokratie-Initiative Parteien und ihren Kandidat*innen für die Kampagne Vielfalt kann man wählen! ausgewählt?

Zu den Kommunalwahlen treten viele Parteien und Listen an. Darunter Kandidatinnen und Kandidaten, die zu Bevölkerungsgruppen gehören, die bislang nicht repräsentativ vertreten sind: junge Frauen, nicht-Akademiker, Deutsche mit Migrationshintergrund oder etwa auch Menschen mit Berhinderung. Für unsere Kampagne „Vielfalt kann man wählen!“ in Kassel haben wir uns bei der Auswahl der Parteien auf die demokratischen Parteien konzentriert, die bereits mit Fraktionsstärke im Stadtparlament Kassels vertreten sind oder bei den vergangenen Kommunalwahlen 2022 in Hessen ähnlich erfolgreich waren. Dadurch haben wir uns im Ergebnis auf die Kandidat*innen von sieben Parteien fokussiert: CDU, SPD, Grüne, Die Linke, FDP, Freie Wähler und Volt.